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Berlin ist eine Reise Wert

12.06.2010  
Von: Presse

Spiel des Jahres Nominée Autor Matt Leacock kommt zur Verleihung in die Bundeshauptstadt.

Friedberg/Berlin/Sunnyvale, Kalifornien, 12. Juni 2010 – Vor einem Jahr war er bereits für sein Ausnahmespiel „Pandemie“ nominiert worden, konnte aber nicht kommen. Dieses Jahr will sich Matt Leacock, Spiel des Jahres Nominée Autor von „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel: Bronzezeit“ die Verleihung des wahrscheinlich wichtigsten Gesellschaftsspielpreises der Welt in der Bundeshauptstadt nicht entgehen lassen. Die Jury Spiel des Jahres (www.spiel-des-jahres.com) hatte vergangenen Montag die Nominierungsliste der besten fünf Spiele für 2010 veröffentlicht. Mit „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel: Bronzezeit“ war dort bereits zum zweiten Mal in Folge ein Spiel von Matt Leacock und Pegasus Spiele nominiert worden. Die Bekanntgabe des endgültigen Preisträgers als dem „Spiel des Jahres“ wird am 28. Juni 2010 in Berlin erfolgen.

 

Über die zweite Nominierung hintereinander beim gerade auch in Amerika hoch geschätzten deutschen Spielepreis hat sich Autor Matt Leacock so gefreut, dass er sich spontan für die Reise nach Deutschland entschieden hat. „Ich freue mich riesig“, so Matt am Montag nach der Nominierung. „Jetzt wäre es natürlich toll, den Gewinn dieses Preises auch noch zu schaffen! So oder so, einmal bei der Preisverleihung zum „Spiel des Jahres“ live dabei zu sein, ist mir eine Reise wert.“ Der Erfolg kommt nicht ganz überraschend, in den Staaten hat das dortige Games Magazine die US-Ausgabe von „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel: Bronzezeit“ zum Familienspiel des Jahres 2010 gewählt. Im folgenden Kurzinterview beantwortet Matt einige Fragen zu seiner schnellen Karriere als Spieledesigner.

 

KURZINTERVIEW MATT LEACOCK

 

FRAGE| Wie hat das eigentlich alles bei dir angefangen, mit den Spielen und dem Spieledesign?

MATT LEACOCK | Schon als kleines Kind wollte ich Spieledesigner werden. Ich habe als Kind und Teenager viele Spiele mit meiner Familie, vor allem meinem Vater und Onkel gespielt und habe damals auch viele Spiele geschenkt bekommen. Viele von diesen waren aber eine Enttäuschung und ich habe dann oftmals einfach das Spielbrett umgedreht und versucht, selbst etwas besseres zu erfinden. Im College habe ich dann einen Spieleclub organisiert und angefangen eigene Sachen zu designen und von den Mitspielern auch testen zu lassen. Als Grafikdesign-Student war es für mich eine normale Sache, da ich dadurch auch mein Können anwenden konnte. Von meinem ersten Spiel „Borderlands“ habe 1995 noch während meiner Schulzeit 100 Stück angefertigt. Meine nächste Idee, „Lunatix Loop“, habe ich 1995 dann mit nach Essen gebracht und davon einige Hundert verkauft und jede Menge Leute aus der Industrie getroffen. Seitdem habe ich einiges entwickelt, wie man an den aktuellen Titeln sehen kann.

 

FRAGE| Woher bekommst du deine Ideen, was inspiriert dich?

LEACOCK | Ideen bekomme ich von allem und überall. Manchmal sind es komplexe Systeme in der Natur, die ich dann versuche nachzubilden, manchmal versuche ich aus Spaß an der Freude bestehende Spiele auf ihre Quintessenz zu reduzieren. Ich mag es auch, die unwahrscheinlichsten Spielemechanismen miteinander zu kombinieren, einfach um zu sehen, was dabei rauskommt. Manchmal bin ich auch von einem Spielelemente so hingerissen, dass ich mir weitere Ideen dazu ausdenke. Ich bin auch ein großer Fan von Kartenspielen, bei denen ein Spieler verschiedene Dinge mit seinen Handkarten machen kann.

 

FRAGE| Welches deiner beiden ausgezeichneten Spiele „Pandemie“ und „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel: Bronzezeit“ hat dir im Entwurf mehr Freude bereitet?

LEACOCK | Der Entwicklungsprozess war ähnlich für beide Spiele, allerdings habe ich für „Pandemie“ vier Jahre gebraucht während das „Im Wandel der Zeiten Würfelspiel“ nur ein Jahr gedauert hat. Entwickelt habe ich beide gerne. Ich hatte bei diesen Spielen das Glück mit sehr engagierten Leuten zusammenarbeiten zu können, denen die Verwirklichung eines Qualitätsprodukt sehr am Herzen lag und das hat bei beiden den großen Unterschied für mich gemacht.

 

FRAGE | Und was bringt die Zukunft für Matt Leacock sonst?

LEACOCK |  Ich werde meine Zeit zunächst vor allem meiner neu gegründeten Firma widmen müssen. Die Plattform für die ich da arbeite hat dabei zufälligerweise viel Potenzial für Gruppen von Menschen die Brettspiele spielen. Also wer weiß, vielleicht kann ich doch noch mal Spiele in meinem Hauptberuf entwerfen.

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