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2. Offizielle Deutsche Munchkin-Meisterschaft

25.10.2004  
Von: Birger Krämer

am 23.10.2004 am Pegasus-Stand auf der Spiel ’04 in Essen Wir gratulieren dem Deutschen Munchkin-Meister 2004 Lars Tietjen!

Massenauftrieb am Pegasusstand: Soeben werden die Runden für die zweite Vorrunde ausgelost.

Es gab zwei Vorrunden mit den Munchkin-Basisspielen, deren Sieger in die insgesamt vier Halbfinalpartien mit Munchkin 1 & 2 einzogen. Die Sieger der Halbfinalrunden wiederum qualifizierten sich dann für das Finale, welches ursprünglich mit Munchkin 1 & 2 & Beisst! im Mixermodus absolviert werden sollte, wegen der fortgeschrittenen Stunde dann aber nur mit Munchkin 1 & 2 ausgetragen wurde. Wer in der ersten Vorrunde gewonnen hatte, war für die zweite Vorrunde gesperrt. Der Einzug ins Finale erforderte also, dass man von drei Spielen zwei gewann, ein wirklich nicht leichtes Unterfangen bei der Anzahl an hochkarätigen Gegnern:

John Klinkhammer und Robert Grimm, letztjährige Finalisten, waren anwesend, außerdem reisten Munchkins mit doppelt signierten T-Shirts aus Belgien an, um den Titel an sich zu reißen. Luc van Roeyen trug sogar zwei doppelt signierte T-Shirts – er musste nur eine Schummeln-Karte ziehen, um diese dann auf sein T-Shirt zu spielen: Dies würde ihm beide Geschlechter und natürlich auch die dementsprechenden Boni geben, welche die signierten T-Shirts verleihen. Vor den Belgiern musste man sich aber nicht nur deswegen in Acht nehmen: Einer ihrer Landsmänner hatte letztes Jahr bei den 1. Offiziellen Offenen Niederländischen Munchkin-Meisterschaften den Meistertitel errungen...

 



Schon am Donnerstag und Freitag hatten sich etliche Munchkins in die Anmeldeliste eingetragen, und zur Zufriedenheit der Turnierleitung tauchten fast alle der vorangemeldeten Spieler tatsächlich pünktlich Samstag Morgen am Pegasus-Stand auf. Zusammen mit den Munchkins, die sich erst am Samstag Morgen anmeldeten, belief sich die Teilnehmerzahl auf stattliche 74 Spieler – das bisher weltweit größte Munchkin-Turnier. 10 Spieler nahmen die Chance wahr, einen zweiten Versuch zur Halbfinalqualifikation zu starten, so dass insgesamt 64 Munchkins mitzockten.

Es wurde viel diskutiert, und manche Munchkins versuchten wie erwartet, sich auf die obskursten Regeln zu berufen, ein Spieler musste sogar wegen fortwährendem mutwilligen Schummelns zur Strafe ohne Preise nach Hause gehen, als er sein Halbfinalspiel nicht gewinnen konnte. Das war zwar als Scherz gemeint, aber ohne zu murren machte sich der Betreffende von dannen. Abends saß er bestimmt daheim vor seinem Spiel und dachte sich „Hätte ich doch 'Jammer den Spielleiter an' gespielt“. Der Einsatz der Lesezeichen führte zu wilden Tänzen um den halben Stand, da ein irres Gedränge herrschte, was ein einfaches um-den-Tisch-Tanzen so gut wie unmöglich machte. Diejenigen der insgesamt 19 Halbfinalisten, die es nicht ins Finale schafften, durften ein Munchkin-Set ihrer Wahl mit nach Hause nehmen.

Hier sieht man Luc mit seinem signierten Munchkin-T-Shirt. Darunter trägt er ein signiertes Munchkin-Shirt mit dem weiblichen Super Munchkin-T-Shirt. Wenn er die Schummeln-Karte auf sich spielen kann, mutiert das Ganze zu einer Killer-Combo.

 

 

Fünf Munchkins zogen ins Finale ein, welches um Punkt 19 Uhr nach einem hochklassigen Spiel und einem mehr als 8-stündigen Turnier mit einem Sieg von Lars Tietjen aus Trier endete. In seinem Siegeszug war er ein Krieger, der eine Schleimige Rüstung und darüber einen Regenmantel trug, wodurch feindliche Tränke von ihm abprallten. Bewaffnet war er mit nichts als dem Flotten Buckler, aber das reichte aus, um den Zungendämon ins Nirwana zu schicken. Die anderen Spieler hatten ihre Möglichkeiten zur Siegesvereitelung bereits in den vorherigen Zügen verbraucht, da sich alle in Stufe 9 befanden, und selber um den Sieg rangen. Lars Tietjen wird im deutschen Munchkin 3 (erscheint Frühjahr 2005) auf einer neuen, von John Kovalic illustrierten Karte auftauchen. Alle Finalisten erhielten einen Komplettsatz der deutschen Munchkin-Sets sowie mehrere von Steve Jackson und John Kovalic signierte Original-Ausgaben von Munchkin plus eine ganze Reihe Lesezeichen, um für zukünftige Kreuzzüge durch den Dungeon gut vorbereitet zu sein. Obwohl die Plätze 2-5 für die Preisverleihung ausgewürfelt wurden, wurde entschieden, dass es dieses Jahr vier Vizemeister gibt: Neben dem Meister Lars Tietjen gratuliert Pegasus Spiele Bastian Borzichowski aus Recklinghausen sowie Christian Rieger, Fritz Ganz und Sascha Klos aus Heidelberg (anscheinend eine Munchkin-Brutstätte) für den Einzug in die Hall of Fame der Munchkins.

Coole Aktion: Ein Munchkin setzt des „Lesezeichen der Macht“ ein, um zusätzliche Karten ziehen zu dürfen, und tanzt dabei um den halben Stand. Man beachte, dass die Kraft des Zauberspruchs so stark ist, dass dabei sogar das Bild der Digitalkamera verwackelt.

 



Harte Gegner: Robert Grimm (Finalist 2003) zeigt fett grinsend seine unfangreiche Sammlung an Munchkin-Lesezeichen – er hat sich soeben fürs Halbfinale qualifiziert. Dahinter wartet eine Horde anderer Munchkins darauf, dass das letzte Spiel der 1. Vorrunde (rechts zu sehen) endet.

Die Finalrunde: Der spätere Sieger Lars Tietjen ist der Munchkin in Schwarz mit dem blauen Button, links daneben sitzt Bastian Borzichowski. In seine Handkarten schaut gerade Fritz Ganz, und Christian Rieger überlegt, ob er „Über seinen Nabel sinnieren“ soll, damit er eine Stufe aufsteigt. Nicht so gut läuft es gerade für Sascha Klos, der sich verzweifelt an den Kopf packt. Im Hintergrund sieht man den Schatzhort des diesjährigen Finales.

 

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