Pegasus Spiele OnlinePegasus Spiele ShopPegasus PressPegasus Spiele GmbHRingbote - das Online MagazinPegasus MediaPegasus Spiele SupportteamPegasus Spiele Kontakt
  
 

 
  
  
  







 

Kalte Krieger
Bücher, Urban Fantasy 19.02.10

Superhelden findet man nur in Comics? Nicht unbedingt. „Kalte Krieger“ von Thomas Plischke ist ein Hommage an die X-Men und andere Comic-Figuren mit besonderen Fähigkeiten, aber gleichzeitig auch ein packender Thriller voller gemeiner Regierungspläne und mysteriöser Todesfälle.

von  Andrea Bottlinger

„Kalte Krieger“ mutet wie ein Experiment an. Nach den zwei ersten Bänden zu den „Zerrissenen Reichen“, die man im Großen und Ganzen der klassischen Fantasy zuordnen kann, legt Thomas Plischke mit diesem Roman etwas vor, das man fast als einen ganz normaler Thriller bezeichnen könnte, wenn da nicht die ganzen Verweise auf das Superheldengenre wären. Wer die X-Men und anderen Marvel-Comics kennt, wird die schnell finden.

Auch hier gibt es Menschen mit besonderen Fähigkeiten, auch hier versucht jemand, diese zu einem bestimmten Zweck zu sammeln. Doch niemand wird Thomas Plischke vorwerfen können, einfach aus verschiedenen Comics abgeschrieben zu haben. In „Kalte Krieger“ gibt es keine Capes und keine großen Kämpfe. Alles wirkt sehr viel realer und düsterer. Die Protagonisten sind keine Helden, sondern einfach nur Leute, die irgendwie versuchen, mit ihrem Leben klarzukommen.

Worum es geht

Amy ist eine Psychologie-Studentin aus Boston, die für ein Praktikum nach Maine kommt. Doch ihr Vorstellungsgespräch ist kaum beendet, als ihr neuer Chef Michael Beaumont sie bereits zum Fundort einer Leiche mitnimmt. Bei dieser handelt es sich nicht wie befürchtet um Nina, eine von Beaumonts Patientinnen, aber dafür gibt die Tote weitere Rätsel auf. Wie konnte diese junge Frau mitten im Juni im Wald erfrieren? Und wo ist Nina, die weiterhin verschollen bleibt?

Während Amy und Michael Beaumont zusammen mit dem Polizisten Bearson versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen, erfährt der Leser in Rückblickkapiteln immer mehr über Nina und die traumatischen Erlebnisse, die dazu geführt haben, dass sie sich in Therapie begeben musste. Natürlich steht beides miteinander in Zusammenhang, doch wie, das muss jeder selbst herausfinden.

Ein spannender Thriller

Auch wenn die Handlung keine allzu großen Überraschungen bereithält, ist sie dennoch spannend geschrieben. Man zittert um Nina und hofft für sie, dass das schreckliche Ereignis ausbleibt, von dem man weiß, dass es irgendwann kommen wird. Und man rätselt mit Amy über die seltsamen Todsfälle und darüber, wie diese miteinander in Zusammenhang stehen. Die Hintergründe, die sie nach und nach aufdeckt, fügen sich in ein Netz aus Verschwörungstheorien und historischen Fakten aus der Zeit des kalten Krieges. Nirgendwo erscheint etwas unpassend oder zu weit hergeholt.

Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet, alle haben sie ihre Ecken und Kanten. Bei Amy und Nina – vor allem bei Nina – sind diese allerdings so stark ausgeprägt, dass es nicht einfach ist, sich mit ihnen zu identifizieren, es sogar teilweise schwerfällt, die beiden mit all ihren Macken zu mögen. Wer sich daran allerdings nicht stört, gewinnt Einblicke in die Probleme zweier sehr realistisch wirkender Charaktere.

Wie bereits erwähnt, sind die Charaktere keine Helden. Thomas Plischke ist die Darstellung von Menschen gelungen, die zwar besondere Fähigkeiten haben, aber dennoch ganz normal denken. Keiner von ihnen entscheidet sich spontan, neben seinem normalen Job auch noch nachts Verbrecher zu bekämpfen. Stattdessen arbeiten sie als Polizisten, Psychologen und Diplomaten und setzen ihre Fähigkeiten dabei so unauffällig ein, dass keiner es bemerkt.

Zusätzlichen Lesespaß bieten für alle, die sich im Superheldengenre auskennen, außerdem die bereits erwähnten Verweise, die man allerdings nicht finden muss, um die Geschichte zu genießen

Fazit: „Kalte Krieger“ eignet sich gut für alle, die gerne Thriller lesen. Es ist spannend geschrieben und lädt dazu ein, mit den Protagonisten über den Rätseln zu brüten, die es aufzudecken gilt. Zusätzlich ist der Roman sicher sehr interessant für alle Comic-Fans, die gerne einmal eine neue Herangehensweise an die Themen lesen möchten, die vor allem in den X-Men-Comics behandelt werden.


Kalte Krieger
Horror/Mystery-Roman
Thomas Plischke
Piper Verlag 2009
ISBN: 978-3492266901
480 S., Taschenbuch, deutsch
Preis: EUR 9,95

bei amazon.de bestellen

Artikel zum Weiterlesen

Schattenseelen - 25.01.10
Ich bin kein Serienkiller - 22.10.09


< zurück zu Mitarbeit


 
 





06.02.12
Star Trek: McCoy
Comics
05.02.12
Spielbuch-Abenteuer Weltgeschichte 1: Invasion der Normannen
Spielbücher
05.02.12
Gears of War – Das Brettspiel
Brettspiele
05.02.12
Heldenwinter
Fantasy
03.02.12
Warhammer Fantasy Rollenspiel – Spieler-Handbuch (3. Edition)
Warhammer
03.02.12
Rune Age
Kartenspiele
31.01.12
Point Blank
Comics
31.01.12
Munchkin Zombies
Kartenspiele
31.01.12
Schattenrüstzeug (4.01D)
Shadowrun
30.01.12
The Warlord 2 – Deimos
Comics
30.01.12
Mordenkainen’s Magnificent Emporium
Dungeons & Dragons / D&D
29.01.12
Erdenstern – Into The Light
RPG-Musik
29.01.12
Der Schädelschmied
Fantasy
28.01.12
Magic: 2012 Hauptset Event-Decks
TCG / CCG
25.01.12
Torchwood 1: Ein anderes Leben
Bücher zu Filmen / Serien