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An das neue Gewand der vierten Edition der Mutter aller Rollenspiele dürfte man sich inzwischen gewöhnt haben. Nach und nach sind nun auch schon eine Reihe an Quellenbänden erschienen, darunter auch der zweite Band des „Monster Manual“. Und den schauen wir uns mal genauer an.
von Michael Wilhelm

Nach der (spielerischen und optischen) Komplett-Überholung von „D&D“ vor knapp eineinhalb Jahren kommt Nachschub an Monstern aller Gefahrenklassen gerade recht. Die Wizards of the Coast haben dabei konsequent das Layout und Design der ersten Bände der vierten Edition fortgesetzt. Der vorliegende Band umfasst 224 komplett farbig bedruckte Seiten in einem hochwertigen Hardcover-Band, der allerdings auch seinen Preis hat. Neben brandneuen Viechern wie den Firbolgs aus dem Feywild, Star Spawn oder Witherling finden sich darin auch jede Menge alte (mehr oder weniger gute) Bekannte aus Vorgänger-Bänden und Editionen in neuen Versionen.
Unter den Riesen-Rassen lernen wir die ebenfalls aus dem Feywild stammenden Eldritch Giants, die elementaren Frost Giants und Stone Giants kennen und fürchten. Aus alten Editionen bekannt sind auch die Metall-Drachen, darunter Gold, Silver, Copper, Adamantine und Iron Dragon. Gerade bei den alten Favoriten wird die grundlegende Änderung des Spiel-Systems durch Erscheinen der vierten Edition augenscheinlich. Wie auch bei den eingeschränkten Wahlmöglichkeiten im Rahmen der Charakter-Erschaffung ist es nun ebenfalls schwieriger, individuelle Schurken und Gegner zu erschaffen, die durch charakteristische Fähigkeiten und Zaubersprüche einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung über die Spielwerte und Statistiken der Monster, geht aber davon aus, dass man bereits mit den allgemeinen Monster- und Kampfregeln vertraut ist. Dennoch werden noch einmal kurz die wichtigsten Eigenschaften der beschriebenen Kreaturen erläutert.
Dann geht es aber auch gleich richtig los. Angefangen von A wie Angel bis X wie Xorn werden an die 150 neue Monster in ausführlichen Einträgen vorgestellt. Dabei besteht jeder Eintrag aus einer kurzen Einleitung über Hintergrund und Herkunft des Monsters, einer Spieldaten-Box, sowie einem Eintrag über zusätzliche Informationen über das Monster, die den Spielern mit einem erfolgreichen Lore-Check zugänglich werden. Abschließend gibt es Vorschläge für Encounter Groups, sozusagen die üblichen Verdächtigen, mit denen sich so ein Monster (oder eine Gruppe dieser Monster) gewöhnlich herumtreibt, um Abenteurern das Leben schwer zu machen.
Dabei fällt auf, dass gerade die Hintergrund-Infos etwas knapp gehalten werden, was also noch einige Arbeit vom Spielleiter verlangt, wenn die Gegner mit mehr Charakter und individuellem Hintergrund versorgt werden sollen. Davon hätte man sich etwas mehr gewünscht, wie es zum Beispiel in den sehr schönen „Monsters of Faerun“-Bänden zur dritten Edition geboten wurde.
Als kleines Abschluss-Gimmick folgen noch eine nach Level sortierte Monster-Übersicht mit Angabe der Monster-Rolle und der Seite im Buch, wo sich der Eintrag findet, sowie ein Glossar, das die Schlüsselwörter aus den Monster-Einträgen, insbesondere den Spieldaten-Boxen, kurz erläutert, und somit das Blättern in anderen Bänden überflüssig macht.
Fazit: Insgesamt kann man den Wizards of the Coast zu ihrer soliden und konsequenten Arbeit gratulieren. Der hochwertige und prall mit Informationen über spannende und interessante Monster gefüllte Band hat zwar einen stolzen Preis, bietet aber dafür ausreichend Nachschub und Abwechslung für einige Spielabende.
Monster Manual 2
Quellenbuch
Rob Heinsoo, Stephen Schubert u. a.
Wizards of the Coast 2009
ISBN: 978-0-7869-5101-7
224 S., Hardcover, englisch
Preis: $ 34,95
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Artikel zum Weiterlesen
Player’s Handbook 2 (v.4.0) - 12.05.09 D&D Monsterhandbuch (v.4.0) - 10.04.09
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